Zukunft im Gespräch N° 06
Nächste Ausgabe · Lesung & Gespräch · Anne Rabe

Die Möglichkeit von Glück.

Anne Rabe Über Herkunft, Schweigen und was Glück heute bedeutet.
Porträt der Autorin Anne Rabe © Annette Hauschild
DO 15. Okt 2026 · 19 Uhr Industriesalon Schöneweide · Reinbeckstr. 10 · Berlin-Oberschöneweide VVK 12 € bei WERK 116 · AK 16 €
Wenn Anne Rabe vom Glück schreibt, steht da kein Trost, sondern eine Frage: Was haben wir geerbt, und was geben wir weiter?

1986 in Wismar geboren, schreibt Rabe für Theater und Film. Ihr Roman „Die Möglichkeit von Glück", Finalist des Deutschen Buchpreises, erzählt von einer Nachwendekindheit, in der die Gewalt nicht mit der Mauer verschwand. In ihrem Essay „Das M-Wort. Gegen die Verachtung der Moral" (2025) verteidigt sie, warum eine Gesellschaft moralische Maßstäbe braucht.

Was zu uns kommt, ist ein Gespräch über den Zustand der Welt vor Ort: Herkunft, Demokratie, Zuversicht. Danach, wie immer: offener Salon, Büchertisch von WERK 116 und Zeit.

Der Salon geht hier weiter · Die Fragen-Wand

Jeder Abend hinterlässt eine Frage. Diesmal fragt Anne Rabe:

„Was geben wir weiter, und was nicht mehr?"

Antworten Sie hier: kurz, ehrlich, gern quer. Wir hängen eine Auswahl an diese Wand, und die stärksten Antworten liest Klaus Burmeister am 15. Oktober zur Eröffnung des Abends vor. So beginnt das Gespräch, bevor der Abend anfängt.

„Die Ellenbogen. Die habe ich geerbt, die gebe ich nicht weiter."Besucherin, N° 05
„Misstrauen gegen alles Staatliche. Bei meiner Tochter fange ich neu an."Antwort von der Wand
„Das Schweigen am Küchentisch endet mit mir."Antwort von der Wand
Hier hängt bald Ihre Antwort.

So schließt sich der Kreis: Der Abend stellt die Frage → die Wand sammelt Antworten → der nächste Abend beginnt mit ihnen. Die Reihe dokumentiert sich nicht. Sie setzt sich fort.

Vor dem Abend · Das Mini-Interview

Drei Fragen an Anne Rabe

01 · Frau Rabe, welcher Satz geht Ihnen dieser Tage nicht aus dem Kopf?
Antwort folgt vor dem Abend.
02 · Was kann ein Salon in Schöneweide, was eine Talkshow nicht kann?
Antwort folgt vor dem Abend.
03 · Woran merken Sie, dass Zuversicht keine Floskel ist?
Antwort folgt vor dem Abend.
Format-Baustein jeder Ausgabe: drei Fragen, drei echte Antworten, eingeholt vor dem Abend, online exklusiv.
Save the Date · Ausblick 2027

Die Reihe geht weiter

2027 kommen drei Stimmen dazu, die die Fragen der Reihe weitertragen, von der ostdeutschen Erfahrung bis zur Macht der Wirtschaft. Die Gespräche sind in Vorbereitung, Termine folgen.

In Vorbereitung

Lukas Rietzschel

Der Osten nach 1989, der Rechtsruck und die Frage, wie Menschen wieder etwas bewegen können.
Termin folgt
In Vorbereitung

Peggy Mädler

Ostdeutsche Biografien zwischen Erinnerung und Utopie, und die Frage, wie ein besserer Staat aussähe.
Termin folgt
In Vorbereitung

Konstantin Richter

Die „Deutschland AG" und ihre Netzwerke: Wer entscheidet über unsere wirtschaftliche Zukunft? Sachbuchpreis 2026.
Termin folgt
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Das Archiv

Sechs Nummern, sechs Fragen

Fahren Sie über eine Karte, jede Nummer bringt ihre eigene Farbwelt mit. Hinter jeder Karte: der Rückblick, die Fotos und die Frage, die blieb.

N° 06 · Vorschau
Do 15.10.26

Die Möglichkeit von Glück

Anne Rabe
Was geben wir weiter, und was nicht mehr?
→ Nächste Ausgabe
N° 05
Fr 19.06.26

Gib mir meine Zukunft zurück

Bernadette La Hengst
Wer hat uns die Zukunft genommen, und wie holen wir sie zurück?
→ Rückblick folgt
N° 04
Mi 22.04.26

Anatomie der US-Hegemonie

Mohssen Massarrat
Wem würden Sie eine Weltordnung anvertrauen?
→ Rückblick folgt
N° 03
Do 13.11.25

Kapitalismus am Kipppunkt

Ulrike Herrmann
Wie viel Genug steckt in Ihrem Mehr?
→ Rückblick folgt
N° 02
Di 17.06.25

Zukunft ohne Angst

Isabella Hermann
Was ist Ihr Lieblingsbild einer Zukunft ohne Angst?
→ Rückblick folgt
N° 01
Mi 19.02.25

Freiheitsschock

Ilko-Sascha Kowalczuk
Konsens oder Kompromiss: was hält eine Demokratie aus?
→ Rückblick folgt

Wir machen „Zukunft im Gespräch", weil Demokratie Orte braucht, an denen Menschen gemeinsam denken lernen, auch wenn sie nicht gleicher Meinung sind. Schöneweide ist so ein Ort: Industriegeschichte, Brucherfahrung und Zukunftsdruck, dicht beieinander. Keine Erfolgsgeschichte auf Zuruf, eine Arbeitsgeschichte.

Eine Reihe von WERK 116 + Industriesalon Schöneweide e.V.
Idee: Klaus Burmeister + Dirk Sarnoch · Moderation: Klaus Burmeister
Presse & Förderer: info@industriesalon.de
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Porträt Anne Rabe: © Annette Hauschild. Alle weiteren Grafiken: Industriesalon Schöneweide e.V. / WERK 116.

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